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S-Bahn Willkommenstag war ein voller Erfolg

S-Bahn-Willkommenstag war ein voller Erfolg

Die S-Bahn Steiermark feiert heuer bekanntlich ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum und hat im Zuge der diesbezüglichen Feierlichkeiten am vergangenen Samstag zur landesweiten Freifahrt eingeladen. „Der Erfolg hat alle unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Rund 15.000 Steierinnen und Steirer zusätzlich waren an diesem Tag mit der Bahn unterwegs“, freut sich Verkehrslandesrat Anton Lang.

 

Gründe hat es an diesem Wochenende viele gegeben, den steirischen Schienennahverkehr mit S-Bahn und RegioBahn einmal auszuprobieren. Die Skiberge im Ennstal sind bereits im Betrieb, das Sturm-Match in Graz-Liebenau zog die Sportbegeisterten an und Adventmärkte in Stadt und Land und natürlich auch der Einkaufssamstag der Gemeinschaftsaktion Grazer Innenstadt, der alleine rund 10.000 gezählte S-Bahn-Fahrer nach Graz gebracht hat, haben die Menschen „bewegt.“

Verkehrslandesrat Anton Lang: „Ziel der Aktion war es, die Steirerinnen und Steirer zu motivieren, einmal die S-Bahn auszuprobieren und zu erfahren, wofür die S-Bahn steht: Nämlich bequeme, zuverlässige und sichere Mobilität ohne Stau und Stress. Wenn man gesehen hat, welche Mengen an Menschen am Samstag die S-Bahn genutzt haben, ist mir als verkehrspolitisch verantwortlichem Politiker das Herz aufgegangen. Hier wurde einmal mehr die enorme Leistungsfähigkeit der S-Bahn unter Beweis gestellt.“ Lang bedankte sich einerseits bei den vielen Fahrgästen, die den Willkommenstag zu diesem vollen Erfolg gemacht haben, und andererseits bei den S-Bahn-Partnern ÖBB, STLB, GKB sowie Graz Linien.

 

10 Jahre S-Bahn Willkommenstag

,Gratis-Fahrten mit der S-Bahn in der gesamten Steiermark!“ 
 
Bereits seit 2007 ist die S-Bahn Steiermark höchst erfolgreich unterwegs. ,,Der damals eingeschlagene Weg zur Attraktivierung des Schienennahverkehrs hat neue Trends gesetzt. Nicht nur die Bahn, auch der RegioBus und die Stadtverkehre haben sich im Sog der S-Bahn äußerst positiv entwickelt“, betonte der steirische Verkehrslandesrat Anton Lang heute bei einer Pressekonferenz am Grazer Hauptbahnhof. Als Highlight des Jubiläumsjahres kann man beim großen Willkommenstag am kommenden Samstag mit den `Öffis´ in der gesamten Steiermark gratis fahren. Und auch die Verbesserungen im Fahrplan 2018 wurden heute präsentiert.
 
Die S-Bahn Steiermark lädt gemeinsam mit dem Verein ,,Gemeinschaftsaktion Grazer Innenstadt“ am 25. November zum Einkaufssamstag in die Grazer Innenstadt ein. Während die Adventmärkte an diesem Tag besondere Aktionen für Kinder anbieten, laden die Geschäfte zum vorweihnachtlichen Shoppen ein. ,,Egal ob z. B. von Schladming, Liezen, Leibnitz, Mürzzuschlag, Bruck an der Mur, Judenburg, Feldbach oder Köflach – mit allen S-Bahn und RegioBahn-Zügen fahren Sie an diesem Tag bis Betriebsschluss gratis nach Graz und auch wieder zurück. Und das, ohne dafür ein spezielles Ticket lösen zu müssen. Entspannt, sicher und ohne Parkplatzsorgen, denn bei den S-Bahn-Stationen stehen mehr als 6.000 Gratis-Parkplätze (z. B. Park+Ride) zur Verfügung“, so der Verkehrslandesrat.

Neben den tollen Aktionen in den Einkaufsstraßen und auf den Adventmärkten gibt es auch zahlreiche Rabattaktionen in 48 Geschäften bzw. Gastronomiebetrieben. Ein Gutscheinheft mit allen Angeboten kann man auf www.grazerinnenstadt.at runterladen oder man erhält es direkt am Informationsstand am Grazer Hauptbahnhof sowie am Grazer Hauptplatz, bei allen teilnehmenden Betrieben und in der Advent-Bim. 

Neben dem Willkommenstag wurden heute auch die wesentlichen Verbesserungen im Fahrplan 2018 präsentiert. ,,Es gibt künftig täglich zwei neue Railjet-Direktverbindungen von der Obersteiermark nach Udine und Venedig. Zusätzliche kommt eine Railjet-Verbindung nach und von Udine bzw. Venedig, diese Züge sind bisher nur bis/ab Villach gefahren. Die neue Spätverbindung von Wien nach Villach hält künftig auch in Judenburg und Unzmarkt. Und eine neue Frühverbindung gibt es von Prag und Brünn in die Steiermark sowie eine neue Abendverbindung von Graz nach Brünn. Bisher wurden diese Verbindungen erst ab Wien bzw. nur bis Wien geführt“, so Lang.

Freizeit-Ticket Steiermark gilt künftig das ganze Jahr!

Wochenend´ und Sonnenschein … und dann in Bus, Bahn oder Bim hinein! Ausflüge übers Land, Sport in den Bergen, Besuche bei der Oma, Freizeit mit Kultur in der Stadt oder Kulinarik in den Weinbergen. ,,Was bisher nur in den Sommermonaten geboten wurde, wird nun das ganze Jahr über mit den steirischen `Öffis´ möglich sein. Das Freizeit-Ticket Steiermark wird ab 2. Dezember ganzjährig an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen angeboten“, freut sich der Verkehrslandesrat. Das neue Freizeitticket ist eine Tageskarte für eine Person um 11 Euro. Damit ist man jeden Samstag, Sonn- und Feiertag in der ganzen Steiermark unterwegs – mit Bus, Bahn und Bim (ausgenommen Railjet-, Eurocity-, Intercity-, S- und Nightjet-/Euronight-Züge, RegioBusse 311/321 nach Wien).

Der gesellschaftliche Wandel hin zu einem bewussteren Leben, mehr Freizeit, kürzeren Tages- und Wochenarbeitszeiten und eine höhere Lebenserwartung haben in den letzten Jahrzehnten zu einer Steigerung des Freizeitverkehrs geführt. In Österreich greifen leider immer noch weit über 70% der Menschen für Freizeitaktivitäten auf das Auto zurück. Diese Entwicklung stimmt nachdenklich. ,,Die Klimakonferenz in Paris 2015 hat die Dramatik des Klimawandels aufgezeigt. Um die angestrebten Klimaziele zu erreichen, benötigt es von uns allen spürbare Änderungen auch in unserem (Freizeit-)Verhalten. Entsprechend versuchen wir gemeinsam mit dem Verkehrsverbund und den Steirischen Verkehrsunternehmen in deren Wirkungsbereichen mit positivem Beispiel voranzugehen“, so Lang.

,,Wir haben mit der S-Bahn Steiermark ein sehr gut ausgebautes Taktsystem geschaffen und bereits Tausende Pendler von der Qualität überzeugt. Wo wir aber noch `Luft nach oben´ haben, ist der Freizeitverkehr. Deshalb haben sich die Steirischen Verkehrsunternehmen gemeinsam mit dem Verkehrsverbund auch entschlossen, diese Zielgruppe besonders am Wochenende intensiver zu bewerben. Mit dem Freizeitticket um 11 Euro für den ganzen Tag für die gesamte Steiermark wurde ein einfaches und günstiges Angebot auch für nicht ÖV-affine Kunden geschaffen“, betonte der ÖBB Regionalmanager der Personenverkehr AG, Franz Suppan.

Und der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes, Alfrede Hensle, erklärte: ,,Die Forcierung des Freizeitverkehrs als zusätzliches Standbein des öffentlichen Verkehrs neben dem SchülerInnen- und PendlerInnenverkehr sorgt für eine noch bessere Auslastung der Kapazitäten an den Wochenenden. Begleitet wird das von uns durch ein unterstützendes Marketing mit der  Freizeitdatenbank auf unserer Verbund-Homepage sowie durch die Auflage entsprechender Broschüren und Folder.“ Der Verkehrsverbund bietet also zahlreiche Broschüren und Wanderfolder mit interessanten Ausflugszielen in der gesamten Steiermark an, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem und einfach erreichbar sind. Die Vorteile liegen z. B. bei Wanderungen auf der Hand. Man muss nicht zu einem bestimmten Parkplatz zurückkehren, sondern kann sich speziell bei Mehrtagestouren vom Endpunkt mit den `Öffis´ bequem zum gewünschten Punkt zurückbringen lassen. Und das alles auch noch klimaschonend und umweltfreundlich. Alle Broschüren und Folder gibt’s kostenlos bei Mobil Zentral in der Grazer Jakoministraße 1, solange der Vorrat reicht. Oder man bestellt sie einfach online auf www.verbundlinie.at/freizeit und bekommt sie kostenlos zugeschickt.


Franz Suppan, Anton Lang, Alfred Hensle – (Foto: Land Steiermark/Strasser)

 


Alfred Hensle, Christina Edlinger-Ploder, Anton Lang (Foto: Harry Schiffer)

Hin und retour – 101 Fahrten, die im Kopf bewegen

Ein Buchtipp:

Die Autorin hat vor mehreren Jahren ihr Auto verkauft und war fortan nur mehr mit Öffis (sie wohnt in Graz) unterwegs.

Am Cover findet sich übrigens der S-Bahn-Steiermark – Netzplan.

 

© Katja Schlegl

 Hin und retour – 101 Fahrten, die im Kopf bewegen:

 
Wie passen ein Ex-Kanzler, Orangen, Nonnen und zonal auf das Körperklima abgestimmte Multifunktionsjacken zusammen? Sehr gut, wenn Eva Schlegl darüber schreibt. In ihrem Buch Hin und retour. 101 Fahrten, die im Kopf bewegen, nimmt die Autorin ihre Leser auf Öffi-Fahrten mit. Dabei umkurvt sie so manches Klischee, gibt mit viel Wortwitz Gas, bremst zum Nachdenken ein und lenkt das Augenmerk geschickt auf Mitreisende.
„Hin und retour“ ist ein Buch für Öffi-Fahrer, Radfahrer, Autofahrer und Zu-Fuß-Geher. Also für jede/n von uns! Charmant, witzig, pointiert.
Eva Schlegl arbeitet als Journalistin, Kolumnistin und PR-Expertin in Graz. Sie war viele Jahre lang begeisterte Autofahrerin, hat dann ihr Auto verkauft und ist seither intensive und begeisterte Öffi-Nützerin. Diese neue Mobilität mobilisierte auch ihre Gedanken und führte zu diesem Buch.
 
Eva Schlegl
Hin und retour
101 Fahrten, die im Kopf bewegen
 
myMorawa, 108 Seiten
 
Paperback € 14,80 ISBN 978-3-99057-970-1
eBook € 9,99 ISBN 978-3-99057-972-5
 
Das Buch ist als Paperback und als eBook (in allen gängigen Dateiformaten) im Buchhandel und im Online-Buchhandel erhältlich.
 

10 Jahre S-Bahn-Steiermark

Vor zehn Jahren startete die S-Bahn in der Steiermark. Seither sind werktags um rund 17.200 Fahrgäste mehr unterwegs als vor dem Start

Reiterlehner, Suppan, Schickhofer, Lang, Schumet und Weintögl
Reiterlehner, Suppan, Schickhofer, Lang, Schumet und Weintögl © Land/Strasser
 
Wenn Vize-LH Michael Schickhofer, Landesrat Anton LangFranz Weintögl (GKB), Franz Suppan (ÖBB) mit Karl Schumet (Landesbahnen) und Werner Reiterlehner(Verkehrsabteilung) gemeinsam die Bahn nach Deutschlandsberg nehmen, muss der Grund ein besonderer sein.

War er auch, am Dienstag gab es zehn Jahre S-Bahn zu feiern. Also die „umweltfreundliche und leistbare Mobilität für alle Steirer“, betont Schickhofer. 2007 von der damaligen Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploderund Mitstreitern auf die Reise geschickt, können auf den S-Bahnlinien mittlerweile „44.100 Fahrgäste durchschnittlich an einem Werktag in der S-Bahn begrüßt werden“, freut sich Lang.

Das Plus „an täglichen Einsteigern“ würde nun 64 Prozent ausmachen, so der Verkehrslandesrat weiter. Zuletzt wurde in der Obersteiermark investiert. Im Endausbau sollen es sogar 80 Prozent mehr Kunden sein.

Wobei sich neben der Bahn noch der „RegioBus“ und die Stadtverkehre äußerst positiv entwickelt haben. Im Sog der S-Bahn hat man den Fuhrpark, die Haltestellen, Park-and-Ride-Plätze etc. erneuert.

S-BAHN-ENTWICKLUNG

2007: Start der S-Bahn Steiermark

2008: EU-Award „Regional Champion“ und  VCÖ-Mobilitätspreis

2010: Ostbahn wird als S 3 in die S-Bahn integriert. Neue Fahrzeuge bei GKB und STLB

2012: Bilanz nach 5 Jahren: plus 40 %

2013: Neuer Nahverkehrsknoten Graz Murpark

2015: Abschluss Nahverkehrsdrehscheibe Graz-Hauptbahnhof

2016: Zwei neue Linien in die Obersteiermark

2017: Neue Fahrzeuge bei den ÖBB (City-Jets)

 

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5292328/Steiermarkbilanz_44100-Steirer-nutzen-taeglich-die-SBahn

 

Mit der S-Bahn kostenlos zum MURPARK-Jubiläum am 25. März 2017

Mit der S-Bahn kostenlos zum MURPARK-Jubiläum

„10 Jahre MURPARK“ feiert das Einkaufszentrum in Graz am Samstag, 25. März 2017. Die S-Bahn-Linie S3 dient aus diesem Anlass als Zubringer bis zur gleichnamigen S-Bahn-Haltestelle. Mit dem Freifahrt-Gutschein sogar gratis!

5022-045

Der Gutschein gilt am Samstag, 25. März 2017 als Fahrkarte für eine Person für die Hinfahrt nach Graz mit allen Zügen der S3 entlang der gesamten Strecke Szentgotthárd – Graz.
Bei Abgabe dieses Gutscheins bis 18:00 Uhr beim S-Bahn-Infostand im MURPARK erhalten Sie zusätzlich eine Gratis-Rückfahrkarte von Graz entlang der S3-Strecke (gültig am selben Tag bis Betriebsschluss).
Der Gutschein kann nicht in bar abgelöst werden.

Gutschein zum Murpark-Jubiläum (PDF)

Stundenkarte wird von 8. bis 28. Februar zur Tageskarte!!!

Winteroffensive Umwelt & Öffentlicher Verkehr:
Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ wird ausgedehnt! Bis Ende Februar gilt Freitags-Vorteil nun täglich!


Foto: Land Steiermark
 
Umwelt- und Verkehrslandesrat Anton Lang präsentierte heute in Graz die aktuellste Maßnahme im Kampf gegen den Feinstaub. Und das ist ein echter „Hit“! „Aufgrund der äußerst ungünstigen Wetterlage herrscht in Teilen der Steiermark bekanntlich seit Tagen eine sehr hohe Feinstaub-Belastung. Aus diesem Grund wird die Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ des Landes Steiermark nun ausgedehnt. So wird das Stundenticket in allen steirischen `Öffis´ ab 8. Februar nicht nur wie bisher jeden Freitag, sondern bis Ende Februar sogar täglich zum Tagesticket. „Für mich als Umweltlandesrat war es jetzt Zeit zu handeln! Wir müssen den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr gerade jetzt besonders forcieren!“, so Lang.
 
Die Luftqualität hat sich in der Steiermark in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Die Jahre 2014, 2015 und 2016 waren immissionsseitig die in der Steiermark am geringsten belasteten Jahre seit Beginn der flächendeckenden Luftgütemessungen Ende der 1980er-Jahre. Im Jahr 2016 wurden trotz schlechter Witteruns-Bedingungen am Start und am Ende des Jahres die erlaubten Feinstaub-Überschreitungstage eingehalten.

Wie sich in den letzten 10 Jahren sehr deutlich herausgestellt habe, zeigen in Sachen Luftreinhaltung vor allem mittel- bzw. langfristig geplante und genau durchdachte Maßnahmen entsprechende Wirkung. „Die konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung des Luftreinhalteprogramms Steiermark bestätigt dies eindrucksvoll“, so der Landesrat, der hier den Ausbau der Fernwärme in Graz mit über 1.000 Neuanschlüssen seit 2010, der mit 15 Mio. Euro von Landesseite gefördert wurde, besonders erwähnte. „Mit dem Ausbau der Abwärme-Nutzung der SAPPI-Gratkorn zur Fernwärmeversorgung in Graz haben wir im heurigen Jahr einen weiteren Meilenstein gesetzt.“
 
Im Verkehrsbereich waren es vor allem die Geschwindigkeitsbeschränkungen durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen (kurz VBA-Anlagen), die Fahrverbote für Alt-LKW inkl. der Förderung der Neuanschaffungen, die Förderungen für Hybrid- und Erdgastaxis sowie die Maßnahmen zur Attraktivierung der Öffentlichen Verkehrsmittel sowie des Öffi-Netzes verbunden mit entsprechender Bewusstseinsbildung, die nachhaltig zur Reduktion der Feinstaubbelastung beigetragen haben. „Insgesamt sind in den letzten Jahren rund 40 Mio. Euro gezielt in die Verbesserung der Luftgüte investiert worden – dabei sind die Mittel, die über energietechnische Maßnahmen die Luftgüte ebenfalls verbessern, gar nicht mit berücksichtigt“, so Lang.
 
Vor 10 Jahren gab es an einzelnen Messstellen über 100 Überschreitungen pro Jahr mit einer Überschreitungshöhe von bis zu 400%. Seitdem ging die Feinstaubbelastung durch die konsequente Umsetzung des Luftreinhalteprogramms stetig zurück. 2014 wurden die EU-Grenzwerte erstmals flächendeckend eingehalten und somit ein laufendes EU-Vertragsverletzungsverfahren eingestellt. „Ich habe immer gesagt, zufrieden bin ich erst dann, wenn wir – unabhängig von meteorologischen Einflüssen – die Grenzwerte dauerhaft einhalten können. Als Verkehrslandesrat setze ich deshalb gerade jetzt im Besonderen auf Maßnahmen im Öffentlichen Verkehr“, so Lang.
 
Aktuell wurden folgende Maßnahmen zur Luftreinhaltung in der Steiermark eingeleitet bzw. umgesetzt:
•    Umsetzung der beiden neuen obersteirischen S-Bahn-Linien S 8 und S 9 zwischen Unzmarkt und Mürzzuschlag – seit 11. Dezember 2016 erfolgreich in Betrieb.
•    Installierung von permanenten Frontlade-Radarstationen auf der A2 bei Feldkirchen zur strengeren Überwachung der Tempo-100-Beschränkung auch für Nicht-Österreicher.
•    Einführung eines permanenten IG-L 100ers zwischen Graz-Ost und Graz-West.
•    Ausbau der Abwärmenutzung SAPPI Gratkorn zur Fernwärmeversorgung in Graz und Förderung von Fernwärme-Anschlüssen.
•    Erhöhung der Förderungen für Solarwärme, Photovoltaik und Einführung einer Förderung für hocheffiziente Wärmepumpen.
•    Förderprogramm für den Ankauf von E-Fahrzeugen.
•    Förderprogramm für E-Carsharing-Projekte in Gemeinden.
•    Förderung für E-Taxis, Hybrid- und Erdgas Taxis.
•    Förderung für den vorzeitigen Ankauf von EURO 6 LKW.
•    Beschluss der Landesstrategie und Förderung von Mikro-ÖV Projekten in Gemeinden.
•    Weitere Umsetzung der Radstrategie Steiermark.
•    Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Erhöhung des Anteils am ÖV, wie die sehr erfolgreiche Aktion „Meine Luft – Reine Luft“, die nun ausgeweitet wird!
Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ wird bis Ende Februar ausgeweitet!
Nun heißt es täglich: Stundenkarte = Tageskarte
 
Unter dem Motto „Meine Luft – Reine Luft“ geht es nach dem erfolgreichen Start dieser Aktion im letzten Winter auch heuer wieder darum, der Bevölkerung den Umstieg vom PKW auf den Öffentlichen Verkehr schmackhaft zu machen „Wir wollen mit dieser Aktion nicht nur PKW-Kilometer einsparen, sondern auch zum Testen des Öffentlichen Verkehrs als Alternative zum Auto anregen und so Neukunden gewinnen“, so Lang. Geplant war es, in den Monaten Dezember, Jänner und Februar an jedem Freitag von 0 – 24 Uhr, die Aktion Stundenkarte = Tageskarte anzubieten. Diese Aktion wird nun aufgrund der Feinstaubbelastung in meinem Auftrag bis Ende Februar täglich gelten! Dafür habe ich bei den verfügbaren Mitteln in meinem Umweltressort eine klare Priorität gesetzt. Die Gesundheit unserer Bevölkerung hat hier absoluten Vorrang“, so Lang.
 
Wer eine Stundenkarte löst, bekommt nun bis Ende Februar für die Zonen der gelösten Stundenkarte den restlichen Tag „dazu geschenkt“. Das heißt, mit dem Stundentarif kann man die Öffentlichen Verkehrsmittel den ganzen Tag nutzen. „In diesem Zusammenhang möchte ich mich sehr herzlich bei allen Beteiligten der Projektgruppe und hier besonders bei den Linien des Steirischen Verkehrsverbundes bedanken, die diese tolle Aktion unterstützen“, so der Landesrat abschließend.

S-Bahn Bilanz 2016 durchaus positiv

Trotz eines geringfügigen Rückganges bei den Fahrgastzahlen zieht Verkehrslandesrat Anton Lang durchaus eine positive Bilanz für die steirische S-Bahn bei der alljährlichen Pressekonferenz zum Fahrplanwechsel:

GKB Dir. Franz Weintögl, DI Werner Reiterlehner, LR Anton Lang, ÖBB Regionalmanager Franz Suppan, STLB-Direktor Karl Schumet
GKB Dir. Franz Weintögl, DI Werner Reiterlehner, LR Anton Lang, ÖBB Regionalmanager Franz Suppan, STLB-Direktor Karl Schumet.

Die Zahl der täglichen Fahrgäste hat sich in den letzten drei Jahren bei rund 44 000 Fahrgästen eingependelt. Kleine Schwankungen sind natürlich dabei. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Zahl etwas verringert. Dieser Rückgang resultiert aus den niedrigen Treibstoffpreisen, Streckenbaustellen und Kapazitätsengpässen, die durch mehr Doppelgarnituren behoben werden sollen, aber auch das Wetter spielt eine Rolle, führt Werner Reiterlehner vom Land Steiermark aus.


Ab Sonntag, 11. Dezember 2016 gibt es wieder ein paar Neuerungen:

Die wichtigste Änderung heuer ist der Start der neuen Linien S8 und S9 in der Obersteiermark.
Von Unzmarkt bis Bruck an der Mur bzw. bis Mürzzuschlag wird es einen Stundentakt geben, der im obersteirischen Zentralraum zwischen Kapfenberg und Leoben praktisch zu einen Halbstundentakt von 8 bis 20 Uhr führt.
Am 17. Dezember 2016 findet der Willkommenstag für die beiden neuen Linien S8 und S9 mit Freifahrt und Werktagstakt auf diesen Linien statt. Dazu werden kleine Geschenke und Einkaufsgutscheine verteilt, um das neue Angebot zu bewerben und weitere Stammgäste zu lukrieren.
In den ersten zwei Jahren werden mit vorsichtigen Prognosen sechs- bis siebenhundert neue Einsteiger erwartet.

Bei den ÖBB sollen Cityjet und Talenttriebwagen mit WLAN ausgestattet werden.
Die railjets der ÖBB verkehren ab Fahrplanwechsel im Stundentakt nach Wien und von dort abwechselnd nach Prag bzw. – jetzt neu – zum Flughafen Wien, wie ÖBB Regionalmanager Franz Suppan betont. Im Nachtzugsegment werden die ÖBB der größte Anbieter in Mitteleuropa sein.

Die GKB setzt laut Direktor Franz Weintögl ebenfalls auf WLAN für die Fahrgäste, das auf den größeren Bahnhöfen bereits angeboten wird und künftig auch in den Fahrzeugen verfügbar sein soll. Neben Ausbau von Park and Ride Parkplätzen sollen auch Ladestationen für Elektroautos bei den Bahnhöfen des weststeirischen EVUs das Umsteigen auf die S-Bahn erleichtern. Die Elektrifizierung der Strecken soll mitelfristig erfolgen, bestenfalls gemeinsam mit der Koralmbahn.

STLB-Direktor Karl Schumet berichtet von sehr guten Erfahrungen mit den Fahrgastbetreuerinnen, die keine betrieblichen sondern nur kommerzielle Aufgaben erfüllen. Vandalismus wird dabei größtenteils verhindert, wie auch bei größerem Andrang von Taschen oder Sackerln belegte Sitzplätze, was vor allem für ältere Menschen das Sitzplatzangebot erhöht und das Bahnfahren erleichtert.
Die Verlängerung der S31 über eine neue Haltestelle im Weizer Stadtzentrum zur neuen Endstation Weiz Nord wird vorraussichtlich im Mai erfolgen.

In Sachen Elektrifizierung könnte auch Bewegung kommen:
Langfristig sollen alle Abschnitte elektrifiziert werden, von seiten der ÖBB wurde dafür eine Machbarkeitsstudie für die steirische Ostbahn in Auftrag gegeben. Möglicherweise müssen auch zusätzliche Ausweichen gebaut werden, da elektrische Fahrzeuge ja besser Beschleunigen bzw. schneller fahren.
Anton Lang betont auch in seiner Funktion als Umweltlandesrat bereits positive Signale von Bundesminister Jörg Leichtfried erhalten zu haben. Der Landesbahndirektor erklärt, das neben der mit der Ostbahn einhergehenden Elektrifizierung der Weizerbahn auch die Gleichenbergerbahn mittels Knopfdruck von den derzeitigen 1800 V auf 15 kV umgestellt werden könnte.

Die Details 2007 – 2016:

Bilanzgrafik 2016

ÖV- und Breitbanoffensive in der Obersteiermark

Bei der heute stattfindenen Pressekonferenz in Knittelfeld wurde neben der Inbetriebnahme der neuen S-Bahn Linien S8 und S9 von Bundesminister Mag. Jörg Leichtfried und dessen Nachfolger als Verkehrslandesrat Anton Lang vor allem die Bemühungen um die Anbindung der Gemeinden in den Seitentälern an den öffentlichen Verkehr hervorgehoben. Mittels Mikro ÖV Systemen sollen die Bewohner zu den S-Bahn Stationen gebracht werden. Auch kleinste Gemeinden sollen so an den ÖV angebunden werden.
Weiters will der Minister den Ausbau des mobilen Datenhighways bei uns in der Steiermark forcieren. 5G, der Nachfolger von LTE (4G) ist um ein hundertfaches schneller und soll die Regionen technologisch aufwerten. Landtagsabgeordnete Gabriele Kolar benannte eine Studie wonach der Jugend von heute schnelles Internet wichtiger als Sex ist. Das sorgte für Gelächter bei allen Anwesenden.
Alles in allem ist der Ausbau der Infrastruktur im Gange und vor allem für Regionen, die von Abwanderung bedroht sind immens wichtig.
Der Bundesminister betonte auch die Wichtigkeit der beiden großen Tunnelprojekte (Semmering, Koralm) für die Attraktivität der Bahn.

Bürgermeister Gerald Schmid, LAbg Helga Ahrer, LH-Stv Michael Schickhofer, Landesrat Anton Lang, Bundesminister Jörg Leichtfried, LAbg Gabriele Kolar, LAbg Maximilian Lercher

Bürgermeister Gerald Schmid, LAbg Helga Ahrer, LH-Stv Michael Schickhofer, Landesrat Anton Lang, Bundesminister Jörg Leichtfried, LAbg Gabriele Kolar, LAbg Maximilian Lercher.